Zum Vorstellungsgespräch solltest du ein bis zwei Sprühstöße eines dezenten, sauberen Duftes auftragen – und zwar mindestens eine halbe Stunde vorher. Das Risiko ist nicht gleich verteilt: Ein gut gewähltes Parfüm fürs Vorstellungsgespräch bringt dir kaum etwas, ein zu starker Duft kann dir jedoch schaden. Wenn du unsicher bist, trage lieber gar keinen Duft.
Warum das überhaupt wichtig ist
Ein Vorstellungsgespräch findet meistens in einem kleinen, geschlossenen Raum statt, man sitzt etwa einen Meter voneinander entfernt und das Gespräch dauert eine Stunde. Das sind ideale Bedingungen dafür, dass ein Parfüm stärker wahrgenommen wird, als du erwartest.
Außerdem haben einige Unternehmen inzwischen Regeln wie duftfreie Büros, vor allem im Gesundheitswesen und in Laboren. Wenn du in einen solchen Bereich gehst, solltest du dich vorher darüber informieren.
Was du tragen solltest
Am besten funktionieren saubere, holzige und zitrische Düfte, die deinen ersten Eindruck nicht mit einer auffälligen Note überlagern. Vetiver, Zeder, Bergamotte, seifiger Moschus.
Konkret: ein sauberer, holziger Duft wie Bleu de Chanel EDT oder etwas aus der Acqua-di-Parma-Duftwelt. Kein Amber, kein Oud, keine Vanille.
Was du vermeiden solltest
Süße Gourmanddüfte, Oud-Bomben und alles, was auf Fragrantica als besonders stark projizierend beschrieben wird. Baccarat Rouge, Khamrah, Aventus und ähnliche Düfte solltest du für den Abend aufheben.
Vermeide außerdem Düfte, die du nur auf einem Teststreifen kennst. Zu einem Vorstellungsgespräch gehört etwas, das du bereits mindestens drei Tage lang getragen hast und dessen Verhalten du kennst.
Wann du den Duft auftragen solltest
Dreißig bis fünfundvierzig Minuten vor dem Termin. Kopfnoten sind in den ersten zwanzig Minuten am intensivsten – ein solcher Auftakt kann einen kleinen Raum unerwartet dominieren.
Bei Mrrizz weisen wir darauf hin, wenn sich jemand einen Parfümtester für einen bestimmten Anlass aussucht. Sich im Auto vor dem Gebäude einzusprühen, ist der häufigste Fehler.
Je nach Branche
Bank, Recht, öffentlicher Dienst: ein Sprühstoß oder gar keiner. Kreativagentur und Mode: Du kannst dir eine auffälligere Wahl erlauben, aber trotzdem höchstens zwei Sprühstöße.
Gesundheitswesen, Gastronomie und Labore: kein Parfüm. Im ersten Fall wegen der Patienten, im zweiten, weil der Duft den Geschmackssinn stört.
Häufige Fragen
Erhöht Parfüm die Chance auf eine Zusage?
Es gibt Untersuchungen zum Einfluss von Düften auf den ersten Eindruck, aber der Effekt ist gering und uneinheitlich. Eine übermäßige Dosierung schadet nachweislich eher, als ein passender Duft hilft.
Wie sieht es bei einem Online-Vorstellungsgespräch aus?
Dort interessiert sich niemand für dein Parfüm. Du kannst so viel oder so wenig Duft tragen, wie du möchtest.
Wo sollte ich den Duft aufsprühen?
Auf die Brust unter dem Hemd. Am Handgelenk wird der Duft beim Händeschütteln auf die andere Person übertragen – und das möchtest du nicht.
Und Deodorant?
Unparfümiert oder aus derselben Duftlinie wie das Parfüm. Zwei starke Düfte, die miteinander konkurrieren, sind schlechter als ein einzelner starker Duft.
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